Häufig Gestellte Fragen

  • Was ist SmartMove?

    Bei SmartMove handelt es sich um ein Pionierprojekt der Hauptstadtregierung Brüssel mit dem Ziel, Straßenverkehrsabgaben und Mobilität in der Region gründlich zu überdenken und zu modernisieren. Es ist der nächste Schritt bei der Durchführung der Brüsseler Regierungsvereinbarung zur Arbeit am Brüssel der Zukunft.

    Das Projekt stellt eine komplette Revolution unserer Sicht auf Mobilität und Straßenverkehrsabgaben dar.

  • Warum führen wir SmartMove ein?

    Die Region Brüssel-Hauptstadt steht heute vor großen Herausforderungen, was Mobilität, Wirtschaft, Klima, Luftqualität und Bevölkerungswachstum angeht.

    Um die Lebensqualität und Attraktivität unserer Stadt zu verbessern, leiten wir mit SmartMove einen gesellschaftlichen Wandel ein.

    SmartMove erfüllt vier wichtige Bedürfnisse der Region:

    • Faire Straßenverkehrsabgaben, wobei Abgaben nicht auf den Besitz, sondern auf die Nutzung erhoben werden.
    • Eine bessere Mobilität für alle, die in der Region unterwegs sind.
    • Eine bessere Lebensqualität für alle im Hinblick auf Klima, Luftqualität, ...
    • Technologischer Fortschritt, der Verkehrsteilnehmer rund um die Uhr unterstützt und ihnen hilft, die beste Transportmöglichkeit zu wählen.
  • Was sind die Zielsetzungen von SmartMove?

    Eine Reduzierung der individuellen Fortbewegung mit dem Auto von 25 % bis zum Jahre 2030, indem wir Verkehrsteilnehmer dazu anregen, ihre Strecke zu optimieren.

    Ein weniger hohes Verkehrsaufkommen und die Vermeidung von Staus, ohne dabei die Mobilität der Menschen zu beeinträchtigen.

  • Welche Auswirkungen wird SmartMove voraussichtlich haben?

    Das neue System hat in jeder Hinsicht nur Vorteile: eine höhere Lebensqualität, weniger Zeitverluste im Verkehr, eine angenehmere Lebensumgebung (gesündere Luft, weniger Lärmbelästigung) usw. Und das ist von unschätzbarem Wert.

    Andere Großstädte, die bereits eine intelligente Kilometerabgabe eingeführt haben (wie Stockholm, London und Mailand), stellen viele positive Folgen für die lokale Wirtschaft fest: attraktivere und angenehmere Städte, Zeitgewinn für wirtschaftliche Tätigkeiten, ein attraktiverer und zugänglicherer Arbeitsmarkt ...

  • Wie werden die Auswirkungen von SmartMove festgestellt?

    Eine Studie wurde in die Wege geleitet, die die Folgen von SmartMove untersuchen soll, sowohl mit Blick auf Mobilität und Umwelt als auch auf sozioökonomische Folgen. Diese Studie dient zur Orientierung und Untermauerung für politische Entscheidungen.

    Die Ergebnisse werden auf transparente Weise auf dieser Website bekannt gegeben.

  • Was bedeutet SmartMove konkret?

    Die Einführung einer intelligenten Kilometerabgabe für alle Pkws und Lieferwagen, die in der Region Brüssel-Hauptstadt unterwegs sind. Diese Abgabe ist „intelligent“, da sie die zurückgelegte Strecke, das Verkehrsaufkommen zum Zeitpunkt, an dem der Verkehrsteilnehmer unterwegs ist, und den Fahrzeugtyp berücksichtigt.

    Eine praktische SmartMove-App, mit der Verkehrsteilnehmer selbst den Betrag der Kilometerabgabe berechnen, Alternativen vergleichen und das optimale Verkehrsmittel auswählen können. Andere Funktionen, wie zum Beispiel die Möglichkeit, einen Tagespass zu kaufen, sind ebenfalls in Vorbereitung.

  • Was ist der Unterschied zwischen SmartMove und einer Umweltzone (LEZ)?

    Eine „Umweltzone“ (Low Emission Zone, LEZ) ist ein Bereich, in dem die Fahrzeuge, die als größte Luftverschmutzer gelten, nicht fahren dürfen. Eine LEZ gibt es in verschiedenen belgischen Städten wie Antwerpen und Gent. Weitere Informationen über die LEZ der Region Brüssel-Hauptstadt finden Sie hier.

    SmartMove ist ein umfassenderes Projekt der Hauptstadtregierung Brüssel mit dem Ziel, die Mobilität in der Region zu modernisieren. Zu diesem Projekt gehören verschiedene Maßnahmen zur Optimierung der Straßennutzung in der Region.

  • Werden Brüsseler mehr oder weniger bezahlen müssen?

    SmartMove sorgt für eine Reform der heutigen Straßenverkehrsabgaben, wobei diese nicht auf den Besitz, sondern auf die Nutzung erhoben werden.

    Mit SmartMove berechnet sich der von Ihnen bezahlte Betrag nach den zurückgelegten Kilometern, dem Zeitpunkt, zu dem Sie unterwegs sind, und dem Hubraum („steuerpflichtige PS-Zahl“) Ihres Fahrzeugs. Ab jetzt bestimmen Sie also selbst, wie viel Sie bezahlen.

  • Werden Nicht-Brüsseler mehr oder weniger bezahlen müssen?

    Wer mit einem Pkw oder Lieferwagen in die Region Brüssel-Hauptstadt fährt, zahlt einen Beitrag je nach Anzahl der gefahrenen Kilometer, dem Zeitpunkt, zu dem das Fahrzeug in der Region unterwegs ist, und dem Hubraum („steuerpflichtige PS-Zahl“) seines Fahrzeugs.

    Demgegenüber steht, dass es weniger Staus gibt und Menschen, die ihr Auto wirklich benötigen, von ansehnlichen Zeitgewinnen profitieren.

  • Welche Studien liegen der Gestaltung von SmartMove zugrunde?

    Verschiedene wissenschaftliche und wirtschaftliche Studien haben die positiven Auswirkungen einer intelligenten Kilometerabgabe gezeigt. Neben diesen allgemeinen Studien hat SmartMove u. A. seine Grundlage in drei Berichten, die die intelligente Kilometerabgabe in Brüssel speziell untermauern:

  • Wann wird SmartMove eingeführt?

    SmartMove wird in mehreren Phasen eingeführt.

    •  In den kommenden Monaten werden wir mit einer Beratungsrunde mit allen betroffenen Parteien beginnen.
    • Die Regierung arbeitet so an einer breit getragenen Strategie, die sie Anfang 2021 dem Brüsseler Parlament vorstellen wird. Der Rest des Jahres 2021 steht dann im Zeichen der Inbetriebnahme und Prüfung von SmartMove.
    • Die Brüsseler Regierung sieht die Einführung von SmartMove im Laufe des Jahres 2022 vor.

  • Wo genau gilt die Kilometerabgabe?

    Die intelligente Kilometerabgabe gilt in der Region Brüssel-Hauptstadt für dasselbe Gebiet wie die Umweltzone (LEZ).

    Die intelligente Kilometerabgabe wird nicht auf die Zufahrtstraßen bestimmter Park & Ride-Parkplätze und auf den Brüsseler Ring angewendet, um zu verhindern, dass der Verkehr dann von regionalen auf lokale Straßen ausweicht.

  • Wer muss die Kilometerabgabe zahlen?

    Jeder, der mit einem Kraftfahrzeug (Pkw, Lieferwagen und Motorrad) in der Region Brüssel-Hauptstadt unterwegs ist, wird die Kilometerabgabe bezahlen müssen.

    Auf Lkws kommt weiterhin der Viapass zur Anwendung, und sie müssen die Abgabe nicht bezahlen.

  • Sind Ausnahmen von der Kilometerabgabe vorgesehen?

    Um den endgültigen Zweck von SmartMove zu erreichen, werden Freistellungen und Ermäßigungen weitestgehend eingeschränkt. Für eine sehr beschränkte Anzahl an Nutzerkategorien können jedoch Ausnahmen gelten.

    Momentan sind die einzige bestätigte Ausnahme Fahrzeuge, die der Kilometerabgabe für Lkws (Viapass) unterliegen.

  • Gilt die Kilometerabgabe auch für Elektroautos?

    Ja, auch Elektroautos müssen die Kilometerabgabe bezahlen.

  • Gilt SmartMove auch für Motorräder?

    Nur zweirädrige Kleinkrafträder der Klasse A (max. 25 km/h) und B (max. 45 km/h) sind von SmartMove ausgenommen. Alle anderen Motorräder (Motorräder, Quads, dreirädrige Mopeds, ...) werden von SmartMove betroffen.

  • Gilt die Kilometerabgabe auch für Autos mit ausländischem Nummernschild?

    Only two-wheeled mopeds of class A (max.25 km/h) and B (max.45 km/h) are exempted from the SmartMove intelligent kilometre charge.

    All other motorcycles fall within the scope of SmartMove.

    Because of their engine capacity, most motorcycles fall into the category of less than 7 fiscal horsepower and will be exempt from the starting amount. The intelligent kilometre charge will therefore only be determined on the basis of the amount per kilometre, calculated according to the distance and time of travel. The smart kilometre charge will therefore be determined solely on the basis of the amount per kilometre, calculated according to the distance and time of travel. 

    The fact that scooters and motorcycles pay less is also in line with the logic of SmartMove: they take up little space. This is why these vehicles will benefit from a favourable regime with a charge divided by 4 compared to other vehicles.

  • Gilt die Kilometerabgabe auch für Oldtimer?

    Ja, auch Oldtimer müssen die Kilometerabgabe bezahlen.

  • Werden auch Leasingfahrzeuge zum Geltungsbereich von SmartMove gehören?

    SmartMove gilt für alle Kraftfahrzeuge unter 3,5 Tonnen und somit auch für Leasingfahrzeuge. 

  • Warum eine intelligente Kilometerabgabe?

    SmartMove trägt zur Entwirrung des Verkehrsknäuels in der Region Brüssel-Hauptstadt bei. Eine intelligente Kilometerabgabe kann den Verkehr (und damit auch Staus) zu Stoßzeiten beträchtlich verringern, da sie so viele Menschen wie möglich dazu anregt, ihr Fahrverhalten entsprechend anzupassen. Eine gemeinsame Anstrengung sorgt für stark verbesserte Verkehrsverhältnisse.

    SmartMove verringert nicht nur das Verkehrsaufkommen, sondern hat auch positive Auswirkungen auf verschiedenen Ebenen. So verlieren wir weniger Zeit im Verkehr, stoßen weniger CO2 aus, und verbessern die Luftqualität in der Region.

  • Wie funktioniert die Erfassung der Nummernschilder?

    Konkrete Erläuterungen zur Nummernschilderfassung werden in den kommenden Monaten durch die Hauptstadtregierung Brüssel ausgearbeitet, und zwar in enger Absprache mit allen betroffenen Parteien. Sobald wir hierzu weitere Informationen haben, werden diese auf der Website bekannt gegeben.

  • Wie wird die intelligente Kilometerabgabe berechnet?

    Die SmartMove-Abgabe wird  montags bis freitags von 7 Uhr bis 19 Uhr gelten.

    Sie wird für das gesamte Gebiet der Region Brüssel gelten, mit Ausnahme von dem Ring und der Fahrspuren, die zu den Transitparkplätzen führen.

     

    Nutzer werden die Wahl zwischen zwei Tarifsystemen haben:

    -         Die intelligente Kilometerabgabe in variabler Höhe wird für Nutzer gelten, die ihre Fahrten über die SmartMove-App registrieren. Die Abgabe wird aus einem täglicher Startbetrag und einem Betrag pro Kilometer bestehen.

    Der einmal täglich fällige Startbetrag berechnet sich nach dem Hubraum des Fahrzeugs („Steuer-PS“) und der Fahrzeit (Neben-/Hauptverkehrszeit). Der Betrag pro Kilometer berechnet sich nach der Länge der Fahrstrecke in Abhängigkeit von der Fahrtzeit (Neben-/Hauptverkehrszeit).

    Kleinwagen (mit weniger als 1300 cm³ bzw. 1,3 l Hubraum oder weniger als 7 Steuer-PS) werden kein Startbetrag zahlen, sondern nur der Betrag pro Kilometer in Abhängigkeit von der Entfernung und der Fahrtzeit (Haupt-/Nebenverkehrszeit).

    -         Der Tagespass mit einem Pauschalbetrag wird für Nutzer gelten, die die SmartMove-Anwendung nicht nutzen können/wollen. Der Satz berechnet sich nach dem Hubraum des Fahrzeugs. 

  • Wie erfolgt die Zahlung?

    Konkrete Erläuterungen dazu werden in den kommenden Monaten durch die Hauptstadtregierung Brüssel ausgearbeitet, in enger Absprache mit allen betroffenen Parteien. Sobald wir hierzu weitere Informationen haben, werden diese auf der Website bekannt gegeben.

  • Gibt es Ausnahmen oder Ermäßigungen für bestimmte Arten von Aktivitäten?

    Um die Ziele von SmartMove zu erreichen, werden Ausnahmen oder Ermäßigungen soweit möglich beschränkt. Die konkrete Umsetzung wird in den kommenden Monaten von der Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt in enger Abstimmung mit allen Beteiligten entwickelt. Für eine begrenzte Anzahl an Nutzerkategorien wird es Ausnahmen geben. Sobald wir mehr Informationen zu diesem Thema haben, teilen wir sie auf der Website und über verschiedene Informationskanäle mit.

  • Wie wird die Nutzung meines Fahrzeugs kontrolliert?

    Die Nutzung Ihres Fahrzeugs in Brüssel wird mit Techniken wie dem Einsatz von ANPR-Kameras kontrolliert, die momentan zur Kontrolle der Umweltzone („LEZ“) genutzt werden. 

    Anhand des Nummernschildes wird überprüft, ob der Nutzer über die App registriert ist oder einen Tagespass gekauft hat. 

    Um eine effiziente Kontrolle zu erzielen, wird das ANPR-Netz auf die gesamte Fläche der Region ausgedehnt.

  • Wie hoch wird der Betrag für Elektrofahrzeuge sein?

    Für Elektrofahrzeuge gilt der niedrigste Satz, wie bei Kleinfahrzeugen. Die Nutzer zahlen nur den Betrag pro Kilometer, nicht den Startbetrag.

    Die Abgabe für Hybridfahrzeuge wird sich nach dem Hubraum („Steuer-PS“) ihres Verbrennungsmotors richten. 

  • Was kann ich mit der Mobilitäts-App tun?

    Die Mobilitäts-App ermöglicht den Vergleich von Mobilitätsalternativen (zu anderen Zeiten fahren, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad, Fahrgemeinschaften, Taxi, .... nutzen). Außerdem verfolgt die SmartMove-App die eigenen Fahrtkosten und berechnet die Auswirkungen auf Luftqualität und Klima, um so das beste Verkehrsmittel auswählen zu können.

    Wir sind bestrebt, auch die MaaS-Mobilitätsdienste („Mobility as a Service", oder Mobilität als Dienstleistung) mit der App zu verknüpfen, sodass Nutzer ganz einfach mit ein paar Klicks eine schnelle, bezahlbare und nachhaltige Fahrt planen können.

    Gelegentliche Fahrer, Touristen oder Besucher können über die App (oder Website ...) auch einen Tagespass kaufen.

  • Funktioniert die App auch, wenn mein Smartphone ausgeschaltet ist?

    Die Mobilitäts-App funktioniert nicht, wenn das Smartphone ausgeschaltet ist.

    Neben der Mobilitäts-App werden in Zusammenarbeit mit anderen externen Parteien möglicherweise auch andere Systeme zur Verfügung gestellt, um die Kilometerabgabe zu berechnen.

  • Ist es zur Nutzung der App erforderlich, 5G zu nutzen?

    Um die SmartMove-App nutzen zu können, ist eine Internetverbindung erforderlich. Diese Verbindung kann über eine WLAN-Verbindung oder mobiles Internet hergestellt werden, ohne dass hierfür 5G erforderlich ist.

    Nachdem kurzzeitig eine Internetverbindung hergestellt wurde, funktioniert die SmartMove-App auch im Offline-Modus.

  • Ich habe kein Smartphone. Wie wird meine Kilometerabgabe berechnet?

    Neben der Mobilitäts-App werden in Kooperation mit anderen externen Parteien möglicherweise auch andere Systeme zur Verfügung gestellt, um die Kilometerabgabe zu berechnen.

    Konkrete Erläuterungen dazu werden in den kommenden Monaten durch die Hauptstadtregierung Brüssel ausgearbeitet, und zwar in enger Absprache mit allen betroffenen Parteien. Sobald wir hierzu weitere Informationen haben, geben wir sie auf der Website bekannt.

  • Ich habe kein Smartphone oder Internet. Wie werde ich informiert?

    Konkrete Erläuterungen dazu werden in den kommenden Monaten durch die Hauptstadtregierung Brüssel ausgearbeitet, und zwar in enger Absprache mit allen betroffenen Parteien. Sobald wir hierzu weitere Informationen haben, geben wir sie auf der Website bekannt.

  • Wie wird der Datenschutz gewährleistet?

    Bei der Entwicklung der SmartMove-App steht der Datenschutz der Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt. Es wird alles unternommen, das Recht auf den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten.

    Neben der App werden auch andere Optionen angeboten, wie die Möglichkeit, einen Tagespass zu kaufen. Dafür ist es nicht erforderlich, Fortbewegungsdaten zu registrieren.

  • Was sind die Mobilitätsalternativen?

    Bei der Entwicklung des Projekts wird der Bedarf an alternativen und begleitenden Maßnahmen berücksichtigt. Die Brüsseler Regierung wird dafür Sorge tragen, dass die Qualität dieser Alternativen hoch genug ist und die Bezahlbarkeit der Mobilität insgesamt nicht beeinträchtigt wird.

    Ein integriertes System gibt verfügbare Verkehrsmitteloptionen und deren Kosten an, nach dem Prinzip „Mobility as a Service“ (MaaS): öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad, Auto, Fahrgemeinschaften, Taxi, zu Fuß usw. So können Nutzer selbst die beste Entscheidung für den eigenen Bedarf treffen.

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